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Aktuell 08.08.2019 => Server down: Wieder Probleme bei securpharm!

Lesen Sie dazu auchauf der Apotheken Adhoc Seite:Link

Der Support für Windows 7 endet am 14. Januar 2020

Der Support für Windows 7 endet am 14. Januar 2020. Anschließend sind weder technische Unterstützung noch Softwareupdates über Windows Update zum Schutz des PCs verfügbar. Microsoft empfiehlt dringend, vor Januar 2020 zu Windows 10 zu wechseln, um Situationen zu vermeiden, in denen Sie Service oder Support benötigen, der nicht mehr verfügbar ist.

Digitale Versorgung Gesetz (DVG)

Bis Ende September 2020 müssen alle Apotheken in Deutschland an die Telematikinfrastruktur (TI) angebunden sein. Die TI ist gewissermaßen die Datenautobahn des Gesundheitswesens, innerhalb derer künftig unter anderem E-Rezepte und E-Medikationspläne verschickt werden sollen. Die niedergelassenen Ärzte mussten sich schon zum 1. Juli dieses Jahres anbinden, etwa ein Drittel aller Praxen hinkt allerdings noch hinterher – und muss nun mit Regressen rechnen.

Was benötigen die Apotheken zur TI-Anbindung?
Zunächst benötigen die Apotheker (alle!) einen elektronischen Heilberufsausweis (HBA), mit dem sie sich als Heilberufler im Netzwerk identifizieren. Rein technisch gesehen ist der HBA nicht zur Anbindung an die TI nötig. Die Apotheker brauchen ihn allerdings, um Zugang zu Anwendungen zu erhalten, in denen Patientendaten eine Rolle spielen – wie etwa der E-Medikationsplan. Die Landesapothekerkammern arbeiten daran, diese Ausweise zu erstellen und an die Apotheker zu verteilen. Damit jede Apotheke als Institution an das digitale Netz angeschlossen werden kann, benötigt der Inhaber eine sogenannte Institutionenkarte, auch „SMC-B-Karte“ genannt. Diese Karte ist notwendig, um die Apotheke beim TI-Netz anzumelden. Auch diese Karten werden von den Kammern ausgegeben. Außerdem benötigen die Apotheken neue Kartenlesegeräte, in die der HBA, die SMC-B-Karte aber auch die elektronische Gesundheitskarte (eGK) der Patienten eingesteckt werden können. Schließlich müssen die Apotheker einen sogenannten Konnektor anschaffen, um sich technisch ans Netz anzubinden. Der Konnektor ist das Verbindungsgerät, also ein Router, in der Telematikinfrastruktur.

!! WICHTIGE INFO !!

Änderungen des Rahmenvertrages nach §129 SGB V ab 1.Juli 2019

Generischer Markt ohne Rabattvertrag (§ 12 RahmenV)
Ein zentraler Punkt im generischen Markt ist, dass das verordnete Arzneimittel, wenn kein rabattbegünstigtes Arzneimittel vorhanden ist, nicht mehr automatisch abgegeben werden darf. Stattdessen darf eine Auswahl unter den vier preisgünstigsten Fertigarzneimitteln erfolgen. Das namentlich verordnete Arzneimittel kann nur abgegeben werden, wenn es zu den vier preisgünstigsten zählt.
Sind diese Produkte nicht lieferbar, muss das nächst preisgünstige, verfügbare Fertigarzneimittel abgegeben werden; allerdings darf dieses nicht teurer als das verordnete sein.

Importrelevanter Markt (§§ 11 und 13 RahmenV)
Gibt es weder Rabattverträge noch Generika, kann also neben dem Original nur ein Import ausgewählt werden, darf das abgegebene Produkt unter Berücksichtigung der gesetzlichen Rabatte nicht teurer sein als das namentlich verordnete.
Im importrelevanten Markt besteht ein Abgabevorrang für preisgünstige Importarzneimittel in Form eines Einsparziels.
Das Einsparziel gilt nicht für Arzneimittel, die aufgrund von Sprechstundenbedarfsverordnungen an Vertragsärzte abgegeben wurden.
In der Summe muss jede Apotheke in diesem Bereich 2 Prozent an direkten Einsparungen generieren.

Preisgünstige Importarzneimittel (§ 2 Absatz 8 RahmenV)
Bei einem Abgabepreis bis einschließlich 100 € ist ein Preisabstand von mindestens 15 %, bei einem Abgabepreis von über 100 € bis einschließlich 300 € ein Preisabstand von mindestens 15 € und bei einem Abgabepreis über 300 € ein Preisabstand von mindestens 5 % zum Preis des Referenzarzneimittels notwendig unter Berücksichtigung der gesetzlichen Rabatte.
Die Berechnung der Preisstaffelungen führt ApoComp® automatisch durch.

Nicht verfügbar (§ 2 Absatz 11 RahmenV)
Eine Nichtverfügbarkeit muss durch zwei Verfügbarkeitsanfragen belegt werden. Die Verfügbarkeitsanfrage ist bei mindestens zwei Großhandlungen zu stellen. Die geforderten Verfügbarkeitsanfragen können zeitgleich erfolgen und sind in direktem zeitlichen Zusammenhang mit der Vorlage der Verordnung zu stellen. Anknüpfungspunkt für den „direkten zeitlichen Zusammenhang“ ist die Vorlage der Verordnung in der Apotheke. Die Verfügbarkeitsanfrage ist also im Rahmen des tatsächlichen Bedienvorganges zu stellen. Eine weitere Nachfrage am Folgetag ist nicht erforderlich. Wird die Apotheke nur durch einen Großhandel beliefert, reicht es aus, wenn die Verfügbarkeitsanfragen bei diesem einen Großhandel in angemessenem zeitlichen Abstand erfolgt sind.
Die Apotheke erhält vom Großhandel über die Verfügbarkeitsanfragen einen entsprechenden Beleg, aus dem mindestens der abgefragte Großhandel, das IK der anfragenden Apotheke, der Zeitstempel der Anfrage mit Uhrzeit und Datum sowie die abgefragte Pharmazentralnummer (PZN) hervorgehen.
Für die praktische Umsetzung bedeutet dies, dass die betreffenden Artikel bestellt werden müssen, damit die Defekte in der Software unter dem Menüpunkt Warenkreislauf – Defekte dokumentiert werden können.

Nichtverfügbarkeit – Sonderkennzeichen 02567024
Aufgrund des neuen Rahmenvertrags, der am 1. Juli 2019 in Kraft tritt, war eine Änderung der Faktoren zum Sonderkennzeichen 02567024 bei einer abweichenden Abgabe wie folgt nötig geworden:

"F1" = Abgabe nach Maßgabe des Rahmenvertrages nach § 129 SGB V oder leere Verordnungszeile
"F2" = Nichtverfügbarkeit eines rabattbegünstigten Arzneimittels
"F3" = Nichtverfügbarkeit eines preisgünstigen Fertigarzneimittels (Generikum oder Import)
"F4" = Nichtverfügbarkeit, wenn weder die Rabattpartner noch preisgünstige Fertigarzneimittel als Generika oder Importe zu bekommen sind
"F5" = Nichtverfügbarkeit eines rabattbegünstigten Arzneimittels aufgrund eines dringenden Falls
"F6" = Nichtverfügbarkeit, wenn weder die Rabattpartner noch preisgünstige Fertigarzneimittel als Generika oder Importe zu bekommen sind, aufgrund eines dringenden Falls
"F7" = Abgabe eines vom Versicherten verlangten Arzneimittels
"F8" = Nichtabgabe eines rabattbegünstigten Arzneimittels aufgrund pharmazeutischer Bedenken
"F9" = Nichtabgabe eines rabattbegünstigten Arzneimittels sowie auch preisgünstiger Fertigarzneimittel als Generika oder Importe aufgrund pharmazeutischer Bedenken

!! Beachten Sie hier bitte unbedingt die geänderten Faktorzuordnungen !!

Packungsgrößen (§ 8 Absatz 1 RahmenV)
Neu geregelt ist, dass jede Verordnungszeile einzeln zu betrachten ist.
Bei der Verordnung mehrerer Packungen des gleichen Arzneimittels in mehreren Zeilen werden die Mengen nicht addiert und dann nach einer passenden Packungsgröße gesucht.
Vielmehr gilt: Jede Zeile zählt für sich

Beispiel 1:
Rp. Avamys® 27,5 μg 60 Hub N2
Avamys® 27,5 μg 60 Hub N2
Abzugeben sind 2 Packungen Avamys® 27,5 μg à 60 Hub, nicht 1 Packung Avamys® 27,5 μg 120 Hub

Beispiel 2 :
Rp. Avamys® 27,5 μg 60 Hub N2 x2
Abzugeben sind 2 Packungen Avamys® 27,5 μg à 60 Hub, nicht 1 Packung Avamys® 27,5 μg 120 Hub

Sonderregelungen für den dringenden Fall [Akutversorgung, Notdienst] (§ 17 RahmenV)
Dringende Fälle: Grundsätzlich gelten die Abgabevorschriften auch bei der Akutversorgung und im Notdienst. Ist jedoch in solchen Situationen eine Rücksprache mit dem Arzt nicht möglich, gibt es einige Vereinfachungen. So darf bei sich widersprechender N-Größe und Stückzahl auf dem Rezept die verordnete Stückzahl abgegeben werden. Fehlen jegliche Angaben zur Menge, darf nicht mehr nur die kleinste im Handel befindliche, sondern die kleinste vorrätige Packung abgegeben werden, maximal die N1.
Packungsgrößen, die oberhalb des größten N-Bereichs liegen, dürfen nicht zu Lasten der Krankenkassen abgegeben werden. In der Vergangenheit galt hier die Regelung, dass die verordnete Menge durch Stückelung der größten NPackung abgegeben werden durfte. Dies ist nun nur in dringenden Fällen möglich.

Gibt es die verordnete Stückzahl nicht oder gibt es in einem angegebenen N-Bereich keine Packung, ist die Verordnung nicht eindeutig. Das bedeutet, dass hier Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden muss (§ 7 Abzugebendes Arzneimittel).

Sonderfälle (§ 18 RahmenV)
Verschreibungspflicht: Zwischen Fertigarzneimitteln, die sich hinsichtlich der Verschreibungspflicht unterscheiden, ist ein Austausch nicht zulässig.
Medizinprodukte: Ein Austausch von Medizinprodukt und Arzneimittel gegeneinander ist weiterhin nicht zulässig.

Weitere Details entnehmen Sie bitte dem gültigen Rahmenvertrag.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Vertragspartner GKV-Spitzenverband und DAV.

Eine häufig auftauchende Frage ist, wie man GS1 bzw. IFA Codes auf den Packungen erkennen kann. Bei dem IFA Code steht Vorweg eine 11, bei dem GS1 Code eine 04150 im Feld der PC Nummer.

Siehe nachfolgende Abbildung.

Am 9. Februar 2019 wurde securPharm scharf gestellt.

Jetzt treten die Regelungen von securPharm zum Schutz vor Arzneimittelfälschungen in Kraft und Apotheken dürfen verifizierungspflichtige Arzneimittel nur noch nach erfolgreicher Echtheitsprüfung an Kunden abgeben.Zur Orientierung, welche Möglichkeiten im Umgang mit Systemrückmeldungen bei den verschiedenen Typen von Bestandsware und prüfpflichtiger Ware mit Verkehrsfreigabe ab dem 9. Februar bestehen, hat securPharm Handlungsoptionen (Stand 6. Februar 2019) sowie Hinweise zum Erstöffnungsschutz und zum Data Matrix Code mit Praxisbeispielen zusammengetragen.

Ab dem 9. Februar 2019 ist das Verfahren zum Schutz vor Arzneimittelfälschungen verpflichtend einzuführen.
Angesichts der Komplexität der Prozesse sollte Ihre Apotheke spätestens jetzt mit den Vorbereitungen beginnen.

Windows 7: Updates KB4480970 und KB4480960 verursachen Netzwerkprobleme

Die zum Januar-Patchday für Windows 7 SP1 und Windows Server 2008 R2 SP2 freigegebenen Updates KB4480970 und KB4480960 verursachen massive Netzwerkprobleme.

Kurz nach Freigabe der Updates KB4480970 und KB4480960 für Windows 7 SP1 und Windows Server 2008 R2 SP2 am 8. Januar haben sich Partner über gravierende Netzwerkprobleme beschwert.
Sie konnten von Windows-7-Clients nicht mehr auf Netzwerkfreigaben (Shares) zugreifen. Auch Remoteverbindungen (per RDP) oder Zugriffe auf SQL Server 2016 wurden als gestört gemeldet.
Nachdem die Updates deinstalliert wurden, traten die Probleme nicht mehr auf. Der KB-Artikel zu Update KB4480970 nennt zwar eine gestörte Netzwerkverbindung aufgrund eines fehlerhaften Netzwerkkontrollers nach der Update-Installation als bekanntes Problem; dieses Problem schleppt Microsoft aber für bestimmte OEM-Netzwerktreiber seit April 2018 durch alle Windows-7-Rollup-Updates mit!

Microsoft hat zum 12. Januar 2019 den KB-Artikel 4487345 [3] zum Thema veröffentlicht. Dort wird auch ein Fix zum Download aus dem Microsoft Update Katalog bereitgestellt.